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19.03.2025 - 12:39 Uhr
Franz Fischer Nr. 8921
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Franz Fischer
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Fahrspuren auf Autobahnen reserviert: Klimaschutzmaßnahme sorgt für Diskussionen
(Frankreich) - Im Zuge des Klimaschutzes werden auf mehreren stark befahrenen Autobahnen in Frankreich Fahrstreifen für bestimmte Verkehrsteilnehmer reserviert. Die sogenannten „Klimaschutzspuren“ dürfen nur noch von Fahrgemeinschaften (Autos mit mindestens zwei Insassen), Taxen, Bussen und Fahrzeugen mit Behindertenausweis genutzt werden. Verstöße werden ab Mai 2025 mit einem Bußgeld von 135 Euro geahndet. Die Einhaltung der Regelung soll durch KI-gestützte Überwachungssysteme kontrolliert werden. Erkennbar sind die Fahrstreifen an einem neuen Verkehrsschild mit einer weißen Raute auf blauem Hintergrund. Betroffen sind unter anderem die Pariser Ringautobahn sowie die A13 in die Normandie und die A1 Richtung Belgien.
Ziel und erwartete Wirkung
Mit der Maßnahme soll der Verkehrsfluss optimiert und der CO2-Ausstoß reduziert werden. Besonders auf der Pariser Ringautobahn, die täglich von rund 1,5 Millionen Fahrzeugen befahren wird, erhoffen sich die Verantwortlichen eine Verbesserung der Luftqualität, die derzeit über eine halbe Million Anwohner belastet.
Kritik und Herausforderungen
Viele Pendler sind unzufrieden und befürchten, dass die Regelung zu noch mehr Staus auf den verbleibenden Fahrstreifen führt. Zudem stößt die automatisierte Überwachung per KI auf Kritik. Die angekündigten Bußgelder von 135 Euro bei Missachtung der neuen Vorschrift sorgen ebenfalls für Unmut.
Europäische Vorbilder
Ähnliche Fahrgemeinschaftsspuren gibt es in Städten wie Straßburg, Grenoble und Lyon. Auch Hamburg plant eine solche Maßnahme. Doch die Debatte bleibt: Trägt die Reservierung von Fahrstreifen für bestimmte Fahrzeuge tatsächlich zu einer nachhaltigeren Mobilität bei?