12.06.2015 - 23:59 Uhr
Franz Fischer
Nr. 5039
997

Meckenbeuren beauftragt Gutachter

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(Meckenbeuren) - Seit 1969 tobt der Trassenstreit. Die B 30 neu soll einmal den Verkehr zwischen Ravensburg und Friedrichshafen um Meckenbeuren herumführen. Der Gemeinderat zollte dem nun Tribut und hat das Büro Rapp-Trans mit Beratungsleistungen beauftragt (Kostenpunkt 20.000 Euro) - mit einer Enthaltung und drei Neinstimmen aus BUS-Reihen.

Drei Trassen kommen in Betracht - West, Ost und der neu aufgetauchte Korridor Mitte. 1969 wurde die Ost-Umfahrung favorisiert, 1998 fiel der Beschluss auf die West-Trasse. 2007 wurde das Umweltrecht geändert. Seit 2010 werden deshalb wieder alle Varianten neu untersucht. Bis Ende 2015, eher wohl Frühjahr 2016, will das Regierungspräsidium Tübingen die Bewertung der drei Varianten abgeschlossen haben - inklusive einer Priorisierung.

"Aus Meckenbeurer Sicht den bestmöglichen Einfluss nehmen können", diese Zielsetzung verfolgt nun Bürgermeister Andreas Schmid mit dem Auftrag an das Büro Rapp-Trans. "Seriosität und Tiefe" aus fachlicher Sicht, etwa in Fragen des Verkehrsflusses oder in der Abwägung zur Ökologie, soll das Berliner Büro beisteuern, damit die Gemeinde "unter besonderer Gewichtung kommunal relevanter Kriterien" argumentieren kann - eventuell auch gegen die Interessen des Regierungspräsidiums.

"Dialogisch, transparent, nachvollziehbar", diese Attribute verknüpft Schmid mit der erhofften Leistung des Büros. Fritz Weber (CDU) war es wichtig, dass sie möglichst nahe vom Gemeinderat und der Verwaltung begleitet und beeinflusst wird.

"Wir brauchen ein neutrales Büro, das die komplexe Situation analysiert", bekräftigte Anette Kramer (Freie Wähler). Der zunächst skeptische Josef Sauter (CDU) sah es als maßgeblich an, dass der Fokus auf die Interessen der Meckenbeurer Bürger gerichtet ist - könne es doch durchaus sein, dass der Fokus des Regierungspräsidiums weiter ausgerichtet sei.

"Ich sehe nicht, dass sich das Regierungspräsidium von unseren Untersuchungen beeinflussen lässt", votierte Gerlinde Wiencirz (BUS) dagegen. Ursula Herold-Schmidt bezweifelte, dass die Räte zur Zeit der Entscheidung und bei so viel persönlicher Betroffenheit um eine intensive kontroverse Diskussion herumkommen. Was auch Bürgermeister Schmid nicht erwartet, allerdings werde es dann entscheidend um "Gewichtung" gehen.

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