20.05.2015 - 23:59 Uhr
Franz Fischer
Nr. 5012
509

Spediteure äußern sich zur geplanten Lkw-Maut auf der B 30

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(Ulm / Biberach) - Am 1. Juli wird die Lkw-Maut auf weitere 4-streifige Bundesstraßen ausgeweitet. Dann müssen auch Spediteure aus der Region mehr zahlen. Auch die Bundesstraße 30 zwischen Biberach und Ulm wird dann erstmals für Lastwagen mautpflichtig.

Claudio Blasizzo, Geschäftsführer des Speditionsunternehmens Transportas in Biberach begrüßt grundsätzlich die Mautausweitung, da viele Unternehmen ihren Schwerverkehr auf Bundesstraßen verlagerten. Das lohnt sich in Zukunft nicht mehr. Seine Firma beauftragt wie bisher andere Unternehmen mit dem Warentransport.

Die Spedition Seifert liefert Industriegüter aus der Region nach ganz Deutschland. Dafür beschäftigt der Spediteur neun Lkw-Fahrer. "Die B 30 war bisher eine Alternative zur A 7, um nach Ulm zu kommen", sagt Geschäftsführer Johannes Seifert. Angesichts der Mautausweitung denkt er darüber nach in Zukunft vielleicht auf Nebenstraßen nach Ulm auszuweichen. Seine Mautausgaben schätzt Seifert auf 7.000 bis 10.000 Euro im Monat. Ab dem 1. Juli werden vermutlich drei bis fünf Prozent dazukommen. Die Mehrkosten werden teilweise auf die Kunden umgelegt.

Der Transportdienstleister Max Wild beziffert seine Mautkosten sogar auf 500.000 Euro im Jahr. EtwA 70 Mitarbeiter fahren laut Geschäftsführer Jochen Wild quer durch Süddeutschland. Inwiefern seine Mautkosten steigen werden, kann Wild nach eigenen Angaben frühestens sechs Monate nach Einführung der Maut sagen. Die Mehrkosten sollen ebenfalls an den Kunden weitergegeben werden.

Zum 1. Juli wird die Lkw-Maut auf weitere 1.100 Kilometer autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraßen ausgeweitet. Dazu gehört in der Region Donau-Iller auch die B 30 von Biberach nach Ulm. In der Region Bodensee-Oberschwaben wird die B 30 außerdem vom Egelsee bis Ravensburg-Süd für Lkw mautpflichtig. Ab Oktober gilt die Lkw-Maut zudem auch für Lastwagen mit 7,5 Tonnen Gewicht. Die Ausweitung der Maut wird nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums Mehreinnahmen von rund 80 Millionen Euro pro Jahr einbringen.

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