
Bundesstrasse 30 in Oberschwaben
https://www.b30oberschwaben.de/
https://www.b30oberschwaben.de/
18.06.2012 - 23:59 Uhr
Franz Fischer Nr. 3670
619
Franz Fischer
619
Politiker begrüßen Einstufung der B 30 Süd in Priorisierungsliste

"Sehr erleichtert" war Ravensburgs Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp: "Jedes andere Ergebnis hätte mich auch negativ überrascht". Rapp ist zuversichtlich, dass es zum angekündigten Spatenstich vielleicht schon 2014 kommt, sagt aber auch: "Hundertprozentig überzeugt bin ich erst, wenn wirklich jemand mit dem Spaten in Ravensburg steht. Wenn wir für jeden angekündigten Spatenstich in den vergangenen Jahren einen Kilometer gebaut hätten, dann wäre die B 30 schon fertig".
Auch Erster Bürgermeister Hans Georg Kraus, zeigte sich erfreut. Die Stuttgarter Entscheidung sei folgerichtig, schließlich habe man vor Ort schon große Investitionen für diesen Weiterbau getätigt. Kraus: "Das ist eine wichtige Entscheidung für die Entwicklung der gesamten Region".
"Das ist ein sehr gutes Ergebnis für den Landkreis Ravensburg", sagt der Landtagsabgeordneter Manfred Lucha (Grüne). Es sei mit dieser Liste endlich gelungen, den gordischen Knoten im Straßenbau zu durchschlagen. Lucha: "Dieses Vorgehen erfordert großen politischen Mut. Die Vorgängerregierung hat sich davor immer gedrückt". Lucha erkennt darin die Handschrift von Grün-Rot: "Es wird nach Sachkriterien gearbeitet, die zu Ergebnissen führen. Das war bei der Polizeireform so und ist jetzt auch beim Straßenbau so. Mal wird man für die Ergebnisse gelobt, mal gescholten. Das muss man aushalten, weil die Vorgehensweise nur so richtig ist".
Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Schockenhoff, sprach von einer "guten Nachricht" aus Stuttgart. Welche Partei sich nun dieses Ergebnis ans Revers hefte, sei egal, so Schockenhoff, entscheidend für die Bürger sei der Weiterbau der Straßen. Andreas Schockenhoff unterstreicht aber auch, dass letztlich das Geld für den Bau der B 30 Süd vom Bund komme. Dieser habe im Haushalt 2012 bereits eine Milliarde Euro zusätzlich für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Allein Baden-Württemberg habe davon 102 Millionen Euro erhalten.