22.12.2011 - 23:59 Uhr
Franz Fischer
Nr. 3460
445

Versprechungen sind nicht mehr viel wert

Abbildung
(Bodenseekreis) - Bei der Jahresversammlung des Ortsclubs Friedrichshafen des "Auto- und Reiseclub Deutschland" (ARCD), hat der Vorsitzende Dieter Helbig ein aktives Jahr mit zahlreichen Clubveranstaltungen bilanziert. Er bemängelte die "nicht mehr länger hinnehmbaren Versprechungen und Hinhaltetaktiken" von Bund und Land betreffend der Verkehrsprojekte B 30 neu und B 31 neu / E 54. Leider seien die vor Jahren gemachten Versprechungen heute nicht mehr viel wert. Helbig nannte es ein Kuriosum, wenn der gesamte Verkehr von der A 98 von Stockach kommend, am Ausbauende der B 31 neu / E 54 in Höhe Überlingen immer noch über Kreisstraßen zur B 31 / E 54 abgewickelt werde. Denn es handle es sich bei der B 31 / E 54 um eine grenzüberschreitende Fernstraßenverbindung (Europastraße), im Sinne des "Europäischen Übereinkommen über die Hauptstraßen des internationalen Verkehrs".

Helbig führte aus, dass es Überlegungen wert wäre die EU über die Europaabgeordneten dahingehend einzuwirken, dass auch Europastraßen von der Europäischen Union künftig mitfinanziert werden.

Helbig: "Wenn jetzt dem 'Friedrichshafener Modell' auf private Vorfinanzierung der B 31 neu / E 54 von Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer eine Absage erteilt worden ist, können er und die so genannten Fachämter sicherlich nicht im Sinne des Verkehrsministers Dr. Peter Ramsauer gehandelt haben." Denn dieser betonte doch bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Verkehrsforums am 6. Mai 2010 in Berlin, dass allein mit den bisherigen Finanzierungsmöglichkeiten die Verkehrsinfrastruktur nicht zukunftsgerecht zu gestalten sei. "Wir brauchen dringend innovative Ansätze, um unsere Verkehrswege wettbewerbsfähig zu halten", habe Ramsauer damals gesagt und von "Öffentlichen Privaten Partnerschaften" gesprochen.

"Auch die neuesten Aussagen des Landesverkehrsministers zur B 30, B 31 / E 54 sind in dieser Sache nicht hilfreich", kritisierte Helbig. Denn der Landesverkehrsminister wolle erst begonnene Straßen fertig stellen, bevor neue gebaut werden. Helbig betonte, dass es sich bei der B 30 und der B 31 / E 54 nicht um neue Straßen, sondern um weiterführende Projekte handle, an denen schon seit Jahrzehnten gebaut werde und die immer noch nicht vollendet sind.

  0 Kommentare

Kommentar schreiben

Abbildung
(Stuttgart) - Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat die Ergebnisse der automatischen Straßenverkehrszählungen für das Jahr 2024 veröffentlicht. Diese geben einen Einblick in die Verkehrsentwicklung auf de...
Abbildung
(Bad Waldsee) - Bauarbeiten an einem Parkplatz der B30 nahe Bad Waldsee sorgen für Aufmerksamkeit. Das Gelände am Parkplatz Tannenbühl wird mit Baufahrzeugen seit gut einer Woche umgestaltet – jedoch nicht für eine E...
Abbildung
(Ulm) - Ab Montag, 14. April 2025, lässt das Regierungspräsidium Tübingen den Fahrbahnbelag der B 30 zwischen dem Autobahndreieck Neu-Ulm und der Ausfahrt Ulm-Wiblingen/Donautal auf einer Länge von rund 1,6 Kilometern ...
Abbildung
(Ravensburg) - Einen Verletzten und Sachschaden von über 60.000 Euro hat ein Verkehrsunfall am Mittwoch gegen 11.30 Uhr gefordert, bei dem ein Streifenwagen der Polizei beteiligt war. Die Streifenwagenbesatzung war auf de...
Abbildung
(Tübingen / Bad Waldsee) - Das Regierungspräsidium Tübingen hat nach Abschluss eines umfangreichen europaweiten Vergabeverfahrens die Planungsleistungen für die Projekte der Ortsumgehungen von Enzisreute und Gaisbeuren...
Abbildung
(Meckenbeuren) - Ein Unbekannter hat am Dienstag zwischen 18.40 Uhr und 18.50 Uhr auf dem Parkplatz eines Lebensmittelgeschäfts in der Hauptstraße einen Pkw unberechtigt geöffnet und daraus eine grünfarbene Lederhandta...