
Bundesstrasse 30 in Oberschwaben
https://www.b30oberschwaben.de/
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19.06.2008 - 23:59 Uhr
Franz Fischer Nr. 1811
426
Franz Fischer
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Erfreuliche Unfallbilanz 2007 der Polizei Bad Waldsee

Die Unfallstatistik 2007 enthält eine ganze Reihe erfreulicher Nachrichten. So ist das Unfallgeschehen mit 208 Fällen in Bad Waldsee und seinen Ortschaften insgesamt um gut 20 Prozent rückläufig. Das erste mal seit Jahren kam niemand auf der B 30 ums Leben. Allerdings ist eine Tote in der Stadt zu beklagen. Eine 81-jährige Fußgängerin war kurz vor Weihnachten dunkel bekleidet auf der Bahnhofstraße von einem Auto erfasst worden und verstarb später im Krankenhaus.
Die Zahl der Verletzten blieb im Vergleich zu 2006 praktisch gleich. 30 Schwerverletzte zählte die Polizei vergangenes Jahr, 32 waren es 2006. Auch bei den Leichtverletzten gab es mit 97 in 2006 und 96 in 2007 keine großen Veränderungen.
Aus polizeilicher Sicht besonders erfreulich ist die deutliche Abnahme der bekannt gewordenen Fälle von Unfallflucht. Während in den letzten Jahren meist 100 Unfallfluchten zu Verzeichnen waren, registrierte die Polizei nun nur noch gut 70. Bei 15 Verkehrsunfällen spielte Alkohol eine entscheidende Rolle. An 13 Verkehrsunfällen waren Fußgänger beteiligt, an 19 Radfahrer, wobei 2006 nur 7 Radunfälle verzeichnet wurden.
Laut Angaben der Polizei war das Unfallgeschehen besonders bemerkenswert im Stadtgebiet von Bad Waldsee. An der Kreuzung Bahnhof-/Steinenberger Straße, habe es insgesamt fünf mal gekracht, an der Kreuzung Schützen-/Biberacher Straße gab es vier Unfälle. "Andere Unfallschwerpunkte", bilanziert die Polizei, konnten für das Jahr 2007 "weder innerhalb des Stadtgebietes von Bad Waldsee noch in den Teilgemeinden festgestellt werden."
Auf der B 30 ereigneten sich 2007 dennoch rund um Bad Waldsee insgesamt 27 Unfälle, so wenige wie seit 1994 nicht mehr. Auch kam 2007 niemand auf der B 30 auf der Gemarkung von Bad Waldsee ums Leben. Dennoch krachte es fünf mal an der Auffahrt Bad Waldsee-Süd, zwei mal am Egelsee, zwei mal an der Abzweigung nach Atzenreute bei Gaisbeuren und ebenfalls zwei mal am Gasthof in Mattenhaus. Wie in den Vorjahren kracht es an diesen Stellen häufig, sind aber laut Polizei keine Unfallschwerpunkte. Insgesamt sind 2007 auf der B 30 bei Bad Waldsee 26 Verletzte zu beklagen. Alleine bei einem Unfall Anfang März in Mattenhaus, an dem fünf Fahrzeuge beteiligt waren, wurden acht Personen verletzt. Der schwerste Unfall ereignete sich am 24. August auf der Ortsumgehung Bad Waldsee. Hier stießen zwei Autos frontal zusammen. Insgesamt waren fünf Fahrzeuge in den Unfall verwickelt, wobei drei zusammenstießen. Zwei Schwerverletzte und drei Leichtverletzte sind zu beklagen. Der zweitschwerste Unfall auf der Bundesstraße ereignete sich am 01. März in der Nähe des Egelsees. Auch hier stießen zwei Personenwagen frontal zusammen. Der Aufprall war so heftig, dass ein Motor herausgerissen und rund 20 Meter weit in den angrenzenden Wald geschleudert wurde. Beide Fahrer wurden schwer verletzt.
Unterm Strich zeichne sich laut Polizei das Unfallgeschehen im vergangenen Jahr durch seine Durchschnittlichkeit aus. "Da war nichts Spektakuläres", so Bad Waldsees Polizeichef Berger. Laut Polizei ist zur Zeit die Kreuzung der Wurzacher- mit der Schützenstraße in Bad Waldsee eines der größten Probleme. Zwar krachte es hier 2007 nur zwei mal, vor allem durch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h, laut Polizei wäre ein Kreisverkehr an dieser Stelle aber noch besser. Dies sei allerdings eine Frage des Geldes. Außerdem sei das Gelände schwierig.